Zum Teufel mit der freien Marktwirtschaft

So lautet in der letzten Zeit wohl das Credo einiger Politiker. Ansonsten würden sie einem angeschlagenen Unternehmen wie Quelle wohl kaum einen 50 Mio. Euro Kredit geben. „Es sichert ja die Arbeitsplätze“ sagen die ach so schlauen Politiker. Und ja, wenn es funktioniert, dass Quelle wieder auf die Beine kommt, dann werden die dort arbeitenden Menschen wohl auch ihren Job behalten. Aber sollte die mögliche Sicherung einiger Arbeitsplätze über das Prinzip der freien Marktwirtschaft gestellt werden? Wenn sich schon die Banken quer stellen, weil sie der Meinung sind, dass Quelle den Verpflichtungen, die mit der Rückzahlung eines Kredits verbunden sind, nicht nachkommen kann, warum muss dann die Politik so „gefährliche“ Ausgaben tätigen? Da der vergebene Kredit in erster Linie für die Produktion des neuen Katalogs vergeben wurde, stellt sich mir auch die Frage, wie Quelle die bestellten Waren finanzieren will. Irgendwo muss doch auch das Geld herkommen. Für mich hat das Ganze einen sehr faden Beigeschmack nach billigem Stimmenfang. Wobei das Gros der potentiellen Wähler diese Taktik eigentlich durchschauen sollte, sodass es prinzipiell nichts bringen dürfte, außer ein paar Stimmen der Leute, die sich gerne von den Versprechungen der Politiker blenden lassen. Aber diese Leute glauben wahrscheinlich auch was in der BILD-Zeitung steht. In ein paar Monaten werden wir ja sehen, ob dieser Griff nach dem Strohhalm Quelle gerettet hat, oder ob es einfach nur ein kläglicher Versuch war, ein schon beinahe totes Unternehmen künstlich länger am Leben zu erhalten.
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