So viel verschwendete Zeit

Gestern war ich bei meiner “Verabredung“ ausnahmsweise mal pünktlich. Und was passiert? Die Person, mit der ich mich treffen wollte, verspätete sich. Während ich also wartete, überlegte ich was man in der Zeit alles hätte tun können, und wieviel Zeit wir alle überhaupt “verschwenden“. Ich bin jetzt 23 Jahre alt und putze mir täglich 2 x 3 Minuten die Zähne. Das heißt, dass ich bisher mehr als einen ganzen Monat meines Lebens mit Zähne putzen zugebracht habe. Als verschwendet würde ich die Zeit nicht bezeichnen. Allerdings ist es schon erschreckend zu sehen, wieviel Zeit dort zusammenkommt. Gerade heutzutage, wo scheinbar alle immer so im Stress sind, wundert es mich, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, sich die echten Zähne entfernen zu lassen, und durch die “Dritten“ zu ersetzen, die man dann nur noch über Nacht ins Wasserglas stellen muss, damit sie sauber werden. Wieviel Zeit man dadurch sparen könnte…So wie auch bei der richtigen Wahl der Wohnung. Ich bin vor gut 6 Jahren knapp 10 Kilometer von zu Hause(wer weiß, wann das wie geschrieben wird, möge sich bitte bei mir melden und mich aufklären) weggezogen. Ich bin den Großteil der Zeit mindestens 5x die Woche zum Essen zu meiner Familie gefahren. Allein die Busfahrt hat mich in den letzten 6 Jahren rund 1 1/2 Monate meines Lebens gekostet. Die meiste Zeit saß ich einfach nur blöd im Bus und wartete darauf endlich anzukommen. Was ich in der Zeit nur alles hätte tun können?! Ich hätte: gut 21000 Lieder anhören / rund 4200 Blogeinträge veröffentlichen / über 800x den Film “Ice Age“ schauen / 2 Fremdsprachen lernen oder 125 500-Seiten starke Bücher lesen können. Was davon nun ein sinnvoller Zeitvertreib ist, sei jetzt mal dahingestellt. Was ich damit sagen will, ist, dass wir uns nicht darüber beklagen sollte sollten, zu wenig Zeit zu haben. Wir müssen nur lernen die Zeit effizient zu nutzen. Überlegt einmal, wieviel Zeit euch unbewusst “verloren“ geht. Da kommt sicher eine Menge zusammen. Versteht mich nicht falsch. Ich werde auch weiterhin meine Abende vor dem Fernseher, und einige Nachmittage mit nichts tun verbringen. Allerdings jetzt in dem Bewusstsein, dass ich die restliche Zeit weitaus sinnvoller nutzen werde, sodass mich diese paar Minuten pro Tag am Ende meines Lebens nicht das ein oder andere Jahr kosten werden.
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