Overtomorrow

Nobelpreis für Al Gore. Aus diesem Grund veröffentliche ich diesen etwas älteren Blogeintrag noch einmal. Hier außerdem noch ein Link zum Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Habt ihr den Film „The Day After Tomorrow“ gesehen? Ich finde den Film echt klasse. Er lief ja erst vor kurzem im Fernsehen. Da habe ich ihn dann auch das erste Mal gesehen. War schon alles sehr beeindruckend. Im Film ging ja alles ziemlich schnell. Innerhalb kürzester Zeit haben die Menschen einen auf Tiefkühlkost gemacht. In der Realität steht uns wohl genau dasselbe bevor. Nur dauert hier glücklicherweise alles ein wenig länger. Aber die ersten Anzeichen sind ja schon zu spüren. Das wurde mir kurz nachdem ich den Film sah bewusst. Ich dachte an nichts Böses. Eigentlich wollte ich nur schnell zum Bus huschen. Naja, scheinbar hatte Petrus etwas dagegen, dass ich sauber und trocken bleiben wollte. Auf jeden Fall fing es urplötzlich an heftig zu stürmen. Die ersten Omis flogen schon an mir vorbei. Aber als ob das noch nicht genug wäre, fing es dann auch noch an zu hageln. Nicht sehr stark. Aber es reichte. Ich richtete mich auf, versuchte gegen den starken Wind anzulaufen und schützte meine Augen vor den Hagelkörnern. (Naja, ich ging in der Schule mal als Pirat zum Fasching. Glaubt mir…eine Augenklappe steht mir nicht.) Das war wahrscheinlich ein Bild für die Götter wie ich da versuchte dem Wetter zu trotzen. Meine Elvistolle hatte sich komplett aufgerichtet. Stand also ca. 1 m senkrecht nach oben. Meine offene Jacke flatterte wie Supermans Cape hinter mir herum. Mein Rucksack, indem an diesem Tag leider nur leere PET-Flaschen waren, schlug heftigst von einer Seite zur anderen und meine Augen tränten wie verrückt. So versuchte ich also heil bis zum Bus zu kommen. Es gelang mir leider nicht. Als ich in den Bus einstieg hatte ich einen Afro, meine Jacke war hinter mir parallel zum Boden festgefroren, und der Rucksack hatte ungefähr nur noch die Hälfte seines Volumens, da sich die Luft in den Pfandflaschen durch die Kälte extremst zusammengezogen hatte. Einerseits war ich fasziniert, dass das Wetter urplötzlich so schnell ins unwirtliche umschlagen konnte. Andererseits war ich erschrocken, dass dies so schnell passieren konnte. Mir wurde klar, dass wir was unternehmen müssen. Wir müssen versuchen den Klimawandel so schnell wie möglich zu stoppen. Wahrscheinlich wird meine Generation noch nicht so ausschlaggebend davon betroffen sein. Aber die Nächste. Meine Kinder werden mit den Überwemmungen, den starken Stürmen, den heißen Sommern usw. leben müssen. Und genau das ist das Problem. Es ist für uns einfach zu weit entfernt. Wir, die intelligentesten Lebewesen auf diesem Planeten denken einfach nicht weit genug. Wir schaffen es nicht, was ansonsten die restliche Tierwelt schafft. Nämlich im Einklang mit der Natur zu leben, und sie nicht sinnlos auszubeuten und zu zerstören. Das ist doch wirklich ein Armutszeugnis, dass wir uns da selbst ausstellen müssen. Ich kann euch nur raten. Schaut diesen Film, lasst ihn auf euch wirken, und seid euch bewusst, dass der Menschheit genau dieses Schicksal bevorsteht. Nur eines ist anders als im Film. Wir wissen was auf uns zukommt. Wir können uns darauf vorbereiten und dem Ganzen entgegenwirken. Und dabei kann jeder Einzelne mithelfen. Tut es für eure Kinder, eure Enkel, eure Urenkel und für alle die noch folgen werden. Wir haben nur diese eine Erde. Das sollte euch allen bewusst sein.

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